
„Nur Innovationen können dauerhaft Wachstumsimpulse bringen“, sagt Georg Wildegger, Geschäftsführer der ADDINOL Lube Oil GmbH.
Neuerungen sieht das Unternehmen am Standort Leuna vor allem in der verstärkten Entwicklung von Schmierstoffen für die Bereiche alternative Energien, wie der Wind- und Wasserkraft sowie im Einsatz in Biogasanlagen. Dabei, so der 48-jährige Geschäftsführer, sei es von enormer Wichtigkeit, durch den Einsatz moderner Schmierstoffe Ressourcen wie Energie, Zeit und Kosten beim Anwender einzusparen.
Den Beginn nimmt diese Strategie im eigenen Haus. Wer innovative Produkte auf dem Weltmarkt vertreiben will, muss in die Forschung investieren. Mehr als 20 Prozent der ADDINOL-Mitarbeiter sind in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie in der Anwendungstechnik und im Labor beschäftigt.
Die Erfolge der Arbeit dieser Teams können sich sehen lassen. So ist es in Zusammenarbeit mit dem Automobilkonzern Volkswagen und einem führenden Additivhersteller gelungen, das Motorenöl für Pkw „Giga Ligth SAE 5 W30“ zu entwickeln. ADDINOL war der erste mittelständische Schmierstoffhersteller in der Welt, der dieses Produkt am Markt einführte. Georg Wildegger nennt weitere Beispiele: Bis zu zwölf Prozent der Biogasanlagen Deutschlands werden derzeit mit ADDINOL-Gasmotorenölen befüllt – das ist überdurchschnittlich viel. Die eingesetzten Öle verfügen über eine gute Alterungsstabilität, einen hervorragenden Verschleißschutz und tragen durch eine bis zu 50-prozentige Verlängerung der Öleinsatzzeit wesentlich zur maximalen Wirtschaftlichkeit der Anlagen bei.
Damit sich Windräder länger drehen und der Aufwand für ihre Instandsetzungsarbeiten gering gehalten wird, entwickelte das Forschungsteam von ADDINOL spezielle Industriehochleistungsgetriebeöle. Sie vermindern Reibung und Verschleiß und sorgen für eine niedrige Betriebstemperatur. Ihr Einsatz garantiert eine vierjährige Laufzeit. Das Hochleistungsgetriebeöl ADDINOL Eco Gear 460 M hat seine Bewährungsprobe auf dem größten Schaufelradbagger der Welt im Tagebau Garzweiler (Nordrhein-Westfalen) mit Bravour bestanden.
ADDINOL konnte seinen Umsatz in der Zeit von 2002 bis 2008 verdoppeln. An dieser Entwicklung hält ADDINOL fest und hat im vergangenen Jahr begonnen, seinen Standort in Leuna auszubauen. Rund zehn Millionen Euro werden in die Erweiterung der bestehenden Produktionshallen, in den Neubau von Tanks sowie in die Errichtung weiterer Lagerhallen auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern investiert. PW