19.12.2018    

Von A wie Arbeitsmedizin bis Z wie Zeckenimpfung

Bereits um 6.40 Uhr werden die ersten Patienten zur arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung im Gesundheitszentrum beim Werkärztliche Dienst der InfraLeuna GmbH am Chemiestandort Leuna begrüßt.

Dr. Josephine Reeg leitet seit ca. einem Jahr das Werksärztliche Team der InfraLeuna.

Täglich lassen sich ca. 35 Patienten untersuchen. Dabei sind die Patienten in der Regel gesund, weil die Untersuchungen vor allem der gesundheitlichen Vorsorge dienen. Dr. Josephine Reeg sowie zwei weitere Arbeitsmedizinerinnen und sechs Mitarbeiterinnen betreuen ca. 9.50010.000 Mitarbeiter des Chemiestandortes Leuna hinsichtlich ihrer Arbeitstauglichkeit.

„Abhängig vom Unternehmen, der Arbeitsbelastung und nach dem Alter des Arbeitnehmers sind die arbeitsmedizinischen Untersuchungen aller zwei bis drei Jahre notwendig“, erläutert die leitende Ärztin Dr. Josephine Reeg. Die Untersuchungen dauern in der Regel ca. zwei Stunden. Die Patienten durchlaufen verschiedene Stationen. In separaten Räumen werden zunächst die Voruntersuchungen, wie Blutdruck messen, EKG, Belastungs-EKG erstellen, Blutentnahmen, Hör- und Sehtest, durchgeführt. Anschließend kontrollieren die Medizinerinnen noch Herz und Lunge und testen das Gleichgewicht. Letztendlich werden die Untersuchungsergebnisse ausgewertet und mit dem Patienten besprochen. „Zu den arbeitsmedizinischen Beratungen gehört auch die Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Hinblick auf arbeitsphysiologische, arbeitspsychologische und arbeitshygienischen Fragen am Arbeitsplatz selbst. Deshalb sind wir auch mindestens einmal im Jahr direkt im Unternehmen und sehen uns die Arbeitsbedingungen vor Ort an“, berichtet die 51-jährige Reeg. Jedem Unternehmen steht eine der drei Arbeitsmedizinerinnen als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung. Damit wird eine vertrauensvolle und kontinuierliche Betreuung zwischen den Arbeitsmedizinerinnen, den Arbeitnehmern und der Firma gesichert.

Doch das Leistungsspektrum des Werkärztlichen Dienstes ist weit größer. Auch Sportlerchecks, Reanimationskurse, Handhygiene, Zecken- und Grippeschutzimpfungen u.v.m. werden vom werkärztlichen Team erbracht. „Heute früh hatte ich einen Patienten, der geschäftlich nach China und Indien fliegt“, erzählt die sympathische Ärztin. Zur reisemedizinischen Untersuchung gehören die für das Reiseland vorgeschriebenen Impfungen und auch ein EKG, damit mögliche Symptome einer Krankheit vor Reiseantritt abgeklärt sind. Die reisemedizinische Betreuung nutzen auch die Anwohner in Leuna. „Eine Frau hat sich heute Nachmittag gegen Gelbfieber impfen lassen, weil sie in den nächsten Tagen nach Sansibar fliegen möchte“, berichtet die gebürtige Hallenserin Reeg. Angesichts der Witterungsbedingungen möchte Josephine Reeg an alle Mitarbeiter, die noch keine Grippeschutzimpfung haben, appellieren: „Es ist noch genügend vierfacher Impfstoff in diesem Jahr vorrätig. Ich rate aus eigener Erfahrung dazu, sich impfen zu lassen.“