12.10.2017    

RKB bietet effiziente Versorgung für TOTAL Raffinerie

Seit mehr als zwei Jahrzehnten funktioniert sie nahtlos: die Symbiose zwischen dem Kraftwerk Leuna (RKB, eine 100-prozentige Tochter der STEAG) und der größten Raffinerie Mitteldeutschlands - der TOTAL. Einer kann ohne den anderen nicht, erklärt Kraftwerksleiter Thomas Wagener.

Thomas Wagener ist neuer Kraftwerkleiter

Das Kraftwerk bekomme hochviskose Destillations- und Konversionsrückstände aus der Raffinerie. Dank der ausgeklügelten Umwelttechnik von STEAG, insbesondere der hocheffizienten Rauchgasentschwefelungsanlage werden aus den Erdöl-Reststoffen neue Rohstoffe hergestellt. Das Kraftwerk liefert jedes Jahr rund 558 GWh Strom und 282 GWh an Dampf und Druckluft für die Raffinerie. Dazu stehen drei Ölkessel und ein Gaskessel zur Verfügung. Allein in jedem der Ölkessel werden pro Stunde 178 Tonnen Dampf produziert.

Thomas Wagener kennt das Kraftwerk wie aus dem Effeff. Bereits in der Zeit von 1996 bis 2001 war er Fachbereichsleiter für Leittechnik im Unternehmen. Von 2005 bis 2010 leitete er die Geschicke eines Kraftwerkes in Kolumbien. Zuletzt stand er dem Kraftwerk in Voerde, dem größten Steinkohlenkraftwerk Deutschlands, vor. "Das Wiederkommen nach Leuna war ein wenig Glück im Unglück", schildert der 56-Jährige. Mit der Schließung des Betriebes in Voerde und dem Ruhestand des Leiters in Leuna ergab sich für ihn im April dieses Jahres der Neustart am Chemiestandort Leuna. 1.005 Mitarbeiter hat er im Team, darunter sieben Auszubildende. "Meine Aufgabe ist es, mit meiner hochmotivierten Mannschaft den kontinuierlichen Betrieb der benachbarten Raffinerie sicherzustellen. Denn bei einem Raffinerie-Kraftwerk kommt es weniger auf die Leistung als auf eine hundertprozentige Verfügbarkeit an. Die Raffinerie ist auf eine permanente Energieversorgung rund um die Uhr angewiesen", erklärt der Mann, der zwischenzeitlich von Düsseldorf in die Domstadt Merseburg gewechselt ist.

Über Online-Verbindungen sei jede Seite über die aktuellen Betriebsdaten des anderen informiert. "Werden in der Raffinerie Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt, wie jüngst, dann nutze dies auch das Kraftwerk für eigene Sanierungen. So seien in der Vergangenheit Komponenten an den Kesseln und die Elektrofilter ausgetauscht als auch die Niederdruckturbinen einer Revision unterzogen worden. PW