21.07.2020    

Nicht nur durch „Corona“ ein ganz besonderes Jahr

Quadrimex Sulfur Chemicals liefert nun im 11. Jahr zuverlässig an Kunden auf allen Kontinenten

Teile des Tanklagers mit zuführender Rohrbrücke Foto: Quadrimex

„Das Jubiläum im Mai, das 10-Jährige, ist leider dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Dennoch, seit dem 01. Mai 2010 gehört unser Betrieb bereits zur französischen Quadrimex-Gruppe“, berichtet Martin Ziegler, Geschäftsführer der Quadrimex Sulfur Chemicals GmbH & Co. KG in Leuna. Und das ist wahrlich ein Grund zu feiern, denn die Übernahme durch das ursprüngliche Handelshaus mit Sitz in Cavaillon (Provence) ist eine Erfolgsgeschichte. In die Anlagen wurden Millionen Euro investiert, die Produktion und die Zahl der Arbeitsplätze stetig ausgebaut, so konnte Leuna bald eine relevante Größe im Unternehmensgefüge darstellen. „Und wir werden auch in den nächsten 10 Jahren weiterwachsen und zum Erfolg der Gruppe beitragen.“

Die Feier ist nur aufgeschoben. „Wenn die Einschränkungen aufgehoben und persönliche Gefährdungen ausgeschlossen sind, holen wir das nach. Unseren 26 Beschäftigten möchten wir im passenden Rahmen noch einmal mit allem gebührenden Respekt für ihr großes Engagement und ihre Energieleistungen DANKE sagen.“ So gab es dieses Jahr zunächst einen Anlagenumbau zu meistern und vieles Anzupacken und neu zu lernen und nun halten sie die Produktion trotz aller Widernisse durch Corona und eine schwächelnde Weltwirtschaft stabil am Laufen. „Es ist großartig auch unter dem Druck der aufkommenden Kurzarbeit auf dieses partnerschaftliche Miteinander vertrauen zu können.“

International am Markt, aber vor allem zuverlässige Partner vor Ort
Ein Dankeschön geht auch an die InfraLeuna als „zuverlässiger Partner der Energieversorgung und vielerlei Dienstleistungen, ohne welche die Chemie bei uns sonst nicht stimmen würde“. Ebenso der Total-Raffinerie gilt großer Dank „für die jahrelange Liefertreue und Einbeziehung in ihr Verbundnetz, ohne die unser Unternehmen nicht in dieser Art existieren könnte“. Mit weiteren regionalen Lieferanten aber auch solchen aus dem europäischen Ausland stellt die Quadrimex so jährlich rund 25.000 Tonnen sulfidbasierte Produkte, darunter hauptsächlich Natriumhydrogensulfid in flüssiger oder fester Form (Schuppen) her. „Daneben produzieren wir jedoch auch Ammoniumsulfid- und Natriumsulfid- sowie Natriumpolysulfid-Lösungen für Nischenanwendungen“. Das Einsatzspektrum der ausgelieferten Chemikalien ist breit, reicht etwa von der Kupfererzverarbeitung, über die Gewinnung von Legierungsmetallen, der Verwendung in chemischen Synthesen, der Aufreinigung von Gold oder der Erzeugung von hochreinem Mangan für Batterien und Akkus bis hin zum Einsatz in der Lederindustrie, Papierindustrie oder bei der Reinigung von Abwässern. Ebenso divers und speziell ist die Kundschaft. Es sind weltweit verteilt, relativ wenig Akteure, aktuell rund 120 Abnehmer in 39 Ländern auf allen Kontinenten, die diese Spezialchemie nutzen. Und unsere Sulfide stehen dabei immer am Anfang der Wertschöpfungsketten. Leider spüren wir damit auch einen wirtschaftlichen Abschwung sehr früh.“

Teamwork ohne Grenzen in einer kleinen Welt
Dennoch wird weiterhin fleißig am Ausbau der Geschäftsaktivität und der Anlagen weitergearbeitet. Im Konzern werden durch die globalen Aktivitäten eine Vielzahl von Sprachen gesprochen und die sind nun pausenlos im Einsatz, um aktuelle Informationen einzuholen, Präsenz zu zeigen, und auf eine Trendwende in einzelnen Ländern sofort aufspringen zu können. Mit Leuna wird hierbei vorrangig Englisch kommuniziert und seit 2015 rückte man über ein gemeinsam genutztes System zur Warenwirtschaft und Buchhaltung noch näher zusammen. So kann sich Leuna ganz auf ihre Kernaufgabe - Produktion – konzentrieren. „Während der Einkauf, die Auftragsabwicklung und Produktionsplanung bei uns liegen, steuert der agile und weltweit aufgestellte Mutterkonzern Vertrieb und Logistik“, berichtet Martin Ziegler. Ständig sei man miteinander telefonisch oder via Videokonferenzen im Kontakt, was sich aktuell unter der Corona-Situation natürlich noch verfestigt habe.

„Zum Glück ist auch in diesen Zeiten der Standort der Mutter eine große Hilfe. Genau wie in Deutschland unterstützt Frankreich die Unternehmen massiv mit Aufbauprogrammen und Liquiditätshilfen, so dass derzeitige Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage unkompliziert abgefedert werden können.“ UR


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