12.07.2018    

InfraLeuna und der multimodale Verkehr

Auf dieser Schiene hat die InfraLeuna etwas zu bieten: Acht Millionen Tonnen beträgt das jährliche Transport-Volumen, das am Standort mit Güterzügen abgewickelt wird.

Frank Sander, Leiter Logistik bei der InfraLeuna GmbH

Beim Pilotworkshop „ChemMultimodal“ im cCe Kulturhaus Leuna kündigte Frank Sander, Leiter Logistik bei der InfraLeuna GmbH, den weiteren Ausbau der Kapazitäten an. Dafür hat das Unternehmen eine wichtige Voraussetzung geschaffen. Der Übergabebahnhof Leunawerke Nord, dessen erste Ausbaustufe im Mai 2017 eingeweiht worden ist, verfügt über ein 740-Meter-Gleis. Auf diesem können die längsten erlaubten Züge vom Standort ins öffentliche Netz überführt werden.

Auch in die flexible Nutzung verschiedener Verkehrsmittel, die Experten sprechen von multimodalem Verkehr, investiert die InfraLeuna GmbH. Bereits 2016 wurde ein Container-Gefahrstofflager mit 120 Containerstellplätze mit hoher Lagerklassen-Vielfalt in Betrieb genommen. Derzeit läuft ein Projekt zur Optimierung der Anmelde- und Abfertigungsprozesse – dafür werden am Tor 6 Straßenabschnitte neu gebaut und ein modernes IT-System zur Digitalisierung von Lieferketten eingeführt.

Die Investitionen wirken natürlich nur optimal, wenn die Infrastruktur außerhalb des Standortes entsprechend wächst. Manager der DB kündigten auf dem Workshop den Ausbau der Bahnanlagen in Halle und Investitionen in das deutschlandweite 740-Meter-Netz an. Die Politik unterstützt die Branche. Das Magdeburger Verkehrsministerium richtete den Workshop mit aus. Ministerialdirigent Prof. Dr. Klaus Kummer nennt beim Grußwort das anspruchsvolle Ziel, „Sachsen-Anhalt zur Logistik-Drehscheibe in Europa“ auszubauen. Die Schiene spielt dabei eine zentrale Rolle.

US