04.01.2018    

Größte Investition in der Firmengeschichte von LEUNA-Harze

Zum Ende der Grußworte anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme der neuen „LEUNA-Harze 4“-Anlage am 27. November im cCe-Kulturhaus Leuna wirkt Klaus Paur sichtlich verlegen. Erst lobt Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff den Geschäftsführer der LEUNA-Harze GmbH wegen dessen Investitions- und Innovationsgeist, dann betont InfraLeuna-Geschäftsführer Dr. Christof Günther die Dynamik und den Mut des 71-Jährigen.

Neue Anlage von LEUNA-Harze ist in Betrieb gegangen.

Günstige Standortbedingungen
Und auch Jost Backhaus, Chef der Magdeburger ENERCON Production GmbH, weiß nur Gutes über den „strategischen Partner“ aus Leuna zu berichten. Kein Wunder, hat LEUNA-Harze doch erst im Herbst den Global Procurement Supplier Award 2017 von ENERCON erhalten, die Auszeichnung als bester Zulieferer des größten deutschen Herstellers von Windenergieanlagen. Bis in die Türkei und nach Brasilien liefert LEUNA-Harze diverse Kunstharzsysteme für die Rotorblatt-Herstellung.  LEUNA-Harze hat in den vergangenen Monaten rund 45 Millionen Euro in die neue Anlage investiert, um die Produktion an Epoxidharzen am Chemiestandort Leuna signifikant auszubauen. 40.000 Kubikmeter Erdreich wurden bewegt, 70 Kilometer Stromkabel gezogen, 20 Kilometer Rohrleitungen verlegt. „Mit diesem Neubau soll der steigenden Nachfrage insbesondere aus der Windindustrie und Bauchemie Rechnung getragen werden“, erklärt Klaus Paur.

Weitere Investitionen in Arbeit
Diese größte Investition der Firmengeschichte sei ein weiterer Schritt an die Spitze der europäischen Epoxidharzindustrie. „Die günstigen Standortbedingungen hinsichtlich Energiekosten und Logistik unterstützen uns hierbei entscheidend“, so Klaus Paur. Gut 70.000 Tonnen der verschiedensten Kunstharze kann das Unternehmen nun im Jahr herstellen. Doch das mittelständische Unternehmen mit aktuell rund 200 Beschäftigten und 15 Azubis gibt sich damit noch nicht zufrieden, zwei weitere Anlagen sind in der Planung bzw. Bauvorbereitung. Das Investitionsvolumen für die Anlage zur Herstellung von Reaktivverdünnern, die im Herbst 2018 in Betrieb gehen wird, beträgt etwa 15 Millionen Euro. Die Anlage zur Herstellung von Klebharzen, die 5 Millionen Euro kosten wird, nimmt voraussichtlich Anfang 2018 den Betrieb auf. In den neuen Anlagen werden zusätzlich 20 hochqualifizierte Stellen geschaffen, zudem sichern die Neuanlagen die bestehenden Arbeitsplätze.

Export in 40 Länder der Welt
„Für den Chemiestandort Leuna sind die heutige Inbetriebnahme und die Ankündigung weiterer Investitionen durch die LEUNA-Harze GmbH wichtige Meilensteine auf dem eingeschlagenen Wachstumskurs“, erklärte Dr. Christof Günther. „Der Unternehmergeist und die Dynamik, mit der Geschäftsführer Klaus Paur die LEUNA-Harze GmbH zu einem Champion der Harze-Branche geformt hat, erfüllt uns mit großem Respekt. Die InfraLeuna ist stolz darauf, mit hoher Kundenorientierung und Wettbewerbsfähigkeit den erforderlichen Rahmen für diese Erfolgsgeschichte bieten zu dürfen.“ Die LEUNA-Harze GmbH hat im Jahr 2016 knapp über 120 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, ist inzwischen der drittgrößte Hersteller in Europa und liefert in 40 Länder der Welt.

Seit der Gründung 1995 entwickelte sich das Unternehmen permanent positiv. Die Gesamt-Investitionssumme beläuft sich mittlerweile auf 340 Millionen Euro. Das Erfolgsgeheimnis: LEUNA Harze bietet für Kunden maßgeschneiderte Systeme aus Epoxidharzen, Reaktivverdünnern und Härtern, entwickelt auch mit Kunden Produkte für neue Anwendungen. Zudem kann schnell und flexibel produziert werden. Und neue Ideen hat das Team um Klaus Paur immer wieder in Fülle