13.03.2018    

Freisprechung von 94 Auszubildenden

Gerade noch haben die drei im Mittelpunkt gestanden, auf der Bühne des cCe Kulturhauses in Leuna die Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss entgegengenommen.

Markus Wilbrandt, Jan Herzog und Sebastian Führnauf sind am 31. Januar 2018 freigesprochen worden und sind nun Facharbeiter bei der LEUNA-Harze GmbH. Chemielaborant die ersten beiden, Chemikant der dritte. Nur zwei Tage später beginnt für sie mit der ersten regulären Schicht im Labor bzw. in der Epoxidharz-Anlage der Berufsalltag.

Dr. Klaus-Peter Kalk, operativer Leiter von LEUNA-Harze, hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich zur feierlichen Freisprechung zu kommen, seinen neuen Mitarbeitern zu gratulieren. So wie viele andere Verantwortliche aus den Unternehmen der Region: Der große Carl-Bosch-Saal war bis auf den letzten Platz mit den jungen Facharbeitern, Eltern und Angehörigen sowie Vertretern vieler Firmen gefüllt. Ein Zeichen für die Bedeutung des Themas Ausbildung, wie BAL-Geschäftsführer Steffen Staake in seiner Festrede formulierte.

„Legen die Messlatte nicht nach unten“

Insgesamt sind 94 Azubis aus 46 Partnerunternehmen freigesprochen worden, 85 von ihnen schon mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche. Unter ihnen sind beispielsweise 33 Chemikanten, zehn Chemielaboranten und 14 Mechatroniker. Elf Azubis des Jahrgangs 2014 hatten schon im Sommer des Vorjahres vorzeitig ausgelernt. 94 der 97 zur Prüfung angetretenen Lehrlinge haben ihren Facharbeiterabschluss erreicht.

„Ein hervorragendes Ergebnis“, sagt Steffen Staake, betonte aber auch, trotz der angespannten Fachkräftelage die „Messlatte nicht nach unten legen“ zu wollen, schließlich sei eine gute und moderne Ausbildung auf neustem Stand „buchstäblich lebensnotwendig für die Wirtschaft“. Das kann Dr. Klaus-Peter Kalk bestätigen. LEUNA-Harze wächst Jahr um Jahr, sukzessive werden deshalb neue Mitarbeiter eingestellt und Azubis ausgebildet. Mittlerweile ist die Belegschaft auf über 200 Beschäftigte gestiegen. „Auch in den nächsten Jahren bieten wir Lehrstellen für Chemikanten, Mechatroniker und Chemielaboranten.“

Markus Wilbrandt, Jan Herzog und Sebastian Führnauf empfehlen die Lehre als Einstieg ins Berufsleben gerne weiter. Sicher, einfach im Vorübergehen schaffe man die Ausbildung nicht, „viel Lernen und großes Engagement“ seien angesagt, wissen die drei aus eigener Erfahrung. Doch mit Unterstützung der Ausbildungsbeauftragten in den Unternehmen und der Ausbilder der Bildungsakademie sei das zu schaffen und der Lohn ist ein attraktiver und spannender Arbeitsplatz.

UR