27.02.2017    

Facharbeiternachwuchs durch die BAL verabschiedet

Nina Rösinger ist das Glück anzusehen. Sie hält ihren IHK-Facharbeiterabschluss als Chemikant in der Hand. Mit "Eins" hat sie abgeschlossen. "Die Kollegen sind nett, die Schicht ist toll", plaudert die Weißenfelserin, die nun zum Team der Linde AG am Leunaer Chemiestandort gehört. "Ein sehr familiäres Unternehmen", findet die junge Frau und fügt hinzu: "Cousinen, Tante und Onkel arbeiten auch hier, das hat mich sehr motiviert. Vor der Lehre habe ich mehrere Praktika gemacht – das hat mir bei der Berufsfindung geholfen." Da sie schon ein Auto hat, will sie sich vom ersten Gehalt einen großen Wunsch erfüllen: ein Hund wird demnächst bei ihr einziehen.

Viele Hände hatte Geschäftsbereichsleiter der beruflichen Erstausbildung bei der BAL, Ingo Grothe, zu schütteln.

Nina gehört zu den 83 Auszubildenden, die 2013 ihre Lehre begonnen haben und am letzten Januartag im cCe Kulturhaus Leuna in Anwesenheit der Unternehmen und Familienangehörigen die Zeugnisse bekamen. Darunter sind 38 Chemikanten, fünf Chemielaboranten, 13 Mechatroniker, vier Elektroniker für Betriebstechnik, vier Elektroniker für Automatisierungstechnik, drei Industriemechaniker, sechs Anlagenmechaniker und zehn Zerspanungsmechaniker. "Insgesamt haben sich 87 Jugendliche der IHK-Prüfung in acht verschiedenen Berufen gestellt. Vier müssen in die Wiederholung. Trotz allem ein gutes Ergebnis, denn von unseren 83 frischgebackenen Facharbeitern haben 76 einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Das sind immerhin sechs Prozent mehr als im Vorjahr“, bilanziert Steffen Staake, Geschäftsführer der Bildungsakademie Leuna. Dem demografischen Wandel, aber auch Leistungsmängeln wolle die BAL entgegensteuern. Immer stärker profiliere sich die Bildungsakademie als Ausbildungsstandort in Mitteldeutschland. "Neben dem benachbarten Burgenlandkreis werden wir auch von Unternehmen aus Halle und Thüringen frequentiert", bilanziert Staake und fügt hinzu: „Wir suchen verstärkt Jugendliche aus der Europäischen Union, aber auch junge Flüchtlinge. Hier benötigen wir noch mehr Unterstützung durch die Politik." PW