03.12.2019    

„Allzeit gute und störungsfreie Fahrt“

InfraLeuna stärkt mit zwei neuen E-Lokomotiven den Güterfernverkehr

Frank Bommersbach, Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt, Dieter Stier, Mitglied des Deutschen Bundestages, Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Steffen Eichner, Vizepräsident des Landesverwaltungsamtes, Dr. Christof Günther, Geschäftsführer InfraLeuna GmbH (v.l.n.r) nahmen gemeinsam die neuen Elektrolokomotiven des Typs Siemens „Smartron“ offiziell in Betrieb. „Für die feierliche Inbetriebnahme steht nur eine der beiden neuen Lokomotiven zur Verfügung, da die andere gerade Güter für unsere Kunden transportiert“, so Dr. Christof Günther. Foto: LxPress

Mittags noch Schauobjekt, am Abend schon auf großer Güterfahrt durch Deutschland: Eine der zwei neuen Elektrolokomotiven der InfraLeuna stand im Mittelpunkt der offiziellen Inbetriebnahme am 2.Oktober 2019 durch die Infrastruktur- und Betreibergesellschaft des Chemiestandorts. Zusammen rund 5 Millionen Euro kosten die beiden hochmodernen Triebfahrzeuge. Sie werden den konsequenten Wachstumskurs der InfraLeuna als Eisenbahnverkehrsunternehmen zugkräftig unterstützen.

Starkes Wachstum im Güterfernverkehr
„Die Elektrolokomotiven des Typs Siemens „Smartron“ erfüllen genau die Anforderungen, die der Einsatz für die Kunden der InfraLeuna erfordert“, berichtete InfraLeuna-Geschäftsführer Dr. Christof Günther. „Mit diesen beiden neuen Lokomotiven stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit im deutschlandweiten Güterverkehr.“ Mittlerweile hat das Unternehmen eine eigene permanente Leitstelle für diesen Verkehr eingerichtet.

Die Nachfrage der InfraLeuna-Kunden ist auf Grund der wettbewerbsfähigen Angebote der InfraLeuna sowie dem großen Service und der Pünktlichkeit im Transport-Bereich stark gestiegen, sodass die eigenen Kapazitäten sehr gut ausgelastet sind. Deshalb stand etwa zur Inbetriebnahme auch nur eine Lokomotive zur Verfügung, die andere war mit Transportaufgaben unterwegs.

Der Bedeutung des Tages angemessen hatte sich auch Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel Zeit für die Inbetriebnahme genommen. Er wünschte in seinem Grußwort den neuen Loks „allzeit gute und störungsfreie Fahrt“ und betonte: „Die beiden neuen Lokomotiven sind ein Symbol für die Weiterentwicklung bei InfraLeuna. Es geht vorwärts und da ist es richtig und wichtig, auf moderne, nachhaltige und umweltbewusste Transporttechnologien zu setzen.“

20 Lokomotiven im Einsatz
Die InfraLeuna hat die zwei Elektrolokomotiven nach intensivem Auswahlprozess vom Hersteller Siemens Mobility GmbH erworben. Jede von ihnen ist knapp 19 Meter lang, wiegt 84 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h, die Leistung 5.600 kW. Damit verfügt das Unternehmen nun über 20 Lokomotiven. Elf von ihnen sind am Chemiestandort Leuna im Rangierdienst im Einsatz, pro Schicht jeweils acht oder neun. Neun Loks, vier elektrische und fünf mit Diesel betriebene, fahren im Güterfernverkehr. Durch den Betrieb der zwei Smartron-Loks steigert die InfraLeuna bei ihren Transporten Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Denn die InfraLeuna bietet Ganzzugverbindungen in ganz Deutschland an. Begonnen hat diese Entwicklung mit der Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im Jahr 2000. 2018 transportierte die InfraLeuna rund eine Million Tonnen Güter über Land, im Jahr 2019 werden es voraussichtlich schon 1,5 Millionen Tonnen sein.

InfraLeuna bildet Lokführer aus
Wie Geschäftsführer Dr. Günther dem Verkehrsminister berichtete, kümmere sich die InfraLeuna auch intensiv und eigenständig um neue Lokführer, anstatt über den leergefegten Personal-Markt zu klagen. „Wir qualifizieren zudem seit dem 1. Juli in Eigenregie zehn Beschäftigte in einem fünfmonatigen, sehr anspruchsvollen Kurs, zu Rangierlokführern.“ Das Projekt laufe hervorragend. Voraussichtlich könnten nach den Prüfungen im Herbst alle Teilnehmer übernommen werden. UR


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